Familienmediation

In nahezu jedem familiären Kontext kann eine Familienmediation Streitigkeiten, welche häufig auf einer gestörten Kommunikation basieren, klären.

Mediation bei Familienkonflikten

Konflikte im familiären Umfeld sind häufig mit großen Belastungen verbunden. Möglich ist ein Mediationsverfahren beispielsweise

  • in der Paarbeziehung,
  • in Trennungs- oder Scheidungsangelegenheiten, z. B. Unterhalt, Vermögensaufteilung etc.,
  • in sorge- und umgangsrechtlichen Fragen,
  • zwischen Generationen oder Geschwistern,
  • in erbrechtlichen Angelegenheiten zu Lebzeiten des Erblassers, um gemeinsam mit allen Beteiligten eine einvernehmliche Nachfolgeregelung zu finden,
  • in erbrechtlichen Angelegenheiten bei Eintritt des Erbfalls, in Erbengemeinschaften,
  • in Familienunternehmen, z. B. bei Betriebsübergabe bzw. zur Nachfolgeregelung.

Information zum Verfahren in der Familienmediation

Das strukturierte Vorgehen einer familiären Mediation durchläuft mehrere Stufen. Jeder Beteiligte bekommt die Gelegenheit, seine Sichtweise und Position zu bestimmten Themen darzulegen. Die Themen werden individuell benannt. Die eigene Reflektion der Situation mit Unterstützung des Mediators spielt hierbei eine zentrale Rolle. Die jeweiligen Wünsche, Interessen und Bedürfnisse werden dann hinter den Positionen herausgearbeitet. Schließlich erfolgt im Wege des Brainstormings die Entwicklung verschiedener Lösungsoptionen, die dann verhandelt, vereinbart und abschließend auf Wunsch schriftlich in einem Abschlussmemorandum oder einem notariellen Vertrag niedergelegt werden.

Vom Rahmen des Mediationsangebots für Familien sind verbindliche Rechtsauskünfte jeglicher Art nicht umfasst. Sollten also z. B. Fragen nach Berechnungen von Unterhaltsansprüchen laut gesetzlicher Vorschriften aufkommen, ist die Kontaktierung eines/einer Fachanwalts/Fachanwältin für Familienrecht notwendig. Hier besteht seit Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Frau Rechtsanwältin Natalie von Deringer aus Koblenz.

Dauer des Verfahrens

Ein erstes unverbindliches Informationsgespräch von ca. fünfzehn Minuten Dauer ist kostenfrei. Hier erhalten die betroffenen Familienmitglieder die Gelegenheit das Verfahren, meine Arbeitsweise und auch mich kennenzulernen. Die Basis für eine erfolgreiche Familienmediation ist eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Sollten Sie sich danach für eine Familienmediation entscheiden, richtet sich die Dauer des Verfahrens nach den von Ihnen vorgegebenen Themen und Teilnehmern. Sollte nur ein Thema zwischen zwei Personen geklärt werden, kann dies in einer sogenannten Kurzmediation in einem Termin, ca. zwei bis drei Stunden, erfolgen. Im Falle einer Trennungs- oder Scheidungsmediation sind regelmäßig zwischen sechs bis acht Sitzungen erforderlich, wobei auch diese Zahlen variieren und letztendlich vom Einzelfall abhängen.

Kosten der Mediation

Im Gegensatz zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung wird im Mediationsverfahren für Familien nach einem festen Stundensatz und eben nicht nach Streitwert abgerechnet. Daher ist z. B. in Scheidungs- oder Erbangelegenheiten, die im Prozess einen grundsätzlich hohen Streitwert haben, eine Kostenersparnis von bis zu siebzig Prozent möglich. Die Stundensätze variieren je nach Teilnehmerzahl. Eine Auskunft hierzu erfolgt daher sehr gerne nach einem ersten Kontakt, in welchem ich von Ihnen erste Informationen zu Inhalten und Anzahl der Beteiligten erlange.